Die ersten 12 Wochen der Schwangerschaft

Heute möchte ich euch davon erzählen, wie die ersten 12 Wochen der Schwangerschaft für mich waren und wie ich sie erlebt habe. In diesen drei Monaten ist einfach so viel passiert und es war schon einiges zu organisieren.

Die ersten „Termine“

Nachdem ich Dennis von der Schwangerschaft erzählt habe, habe ich tatsächlich noch am selben Abend ein paar Hebammen angeschrieben und gefragt, ob sie noch Kapazitäten für den Mai 2021 haben. Einige von euch möge jetzt vielleicht denken „Das ist aber ganz schön früh!“, aber ich kann euch versichern, dass es keinesfalls zu früh ist. Eine der angeschriebenen Hebammen musste mir nämlich leider absagen, drei haben gar nicht erst geantwortet und die fünfte Hebamme schickte mir einen Einladung zu einem Kennenlerngespräch. Darüber war ich so unglaublich froh, dass ich direkt einen Termin mit ihr ausmachte.

Ab zum Diabetologen

Den Tag nach dem positiven Test hatte ich meinen Quartalstermin beim Diabetologen, bei dem ich ihm auch direkt von der Schwangerschaft erzählte. So konnten wir sofort die Einstellungen meiner Insulinpumpe anpassen und alle anderen wichtigen Dinge besprechen. Am Ende des Termins bekam ich dann auch direkt einige neue Termine, denn von nun an soll ich alle 14 Tage beim Diabetologen vorbeischauen und vorher alle meine Pumpen- und CGM-Daten per E-Mail an die Praxis senden.
Wie oft musstet ihr in der Schwangerschaft beim Diabetologen vorbeischauen, falls ich auch mit Typ 1 Diabetes schwanger gewesen seid?

Leider war mein HbA1c vom Quartalstermin nicht der beste Ausgangswert für eine Schwangerschaft. Vor allem nicht dann, wenn sie, wie bei uns, lange geplant war. Allerdings gab es einige Gründe und Auslöser für diesen Wert, aber das gehört hier jetzt nicht hin. Gestartet bin ich also mit einem HbA1c von 7,5. Glücklicherweise konnte ich den Wert nach den ersten sieben Wochen schon auf 6,5 senken und ich bin sehr zuversichtlich, dass es mit jeder neuen Messung noch weniger werden wird. Wie war das bei euch? Mit was für Werten seid ihr gestartet?

Blutzuckerchaos, Hypos & Co.

In den Tagen vor dem Schwangerschaftstest waren meine Blutzuckerwert die reinste Katastrophe. Von sehr hoch bis sehr niedrig war wirklich alles dabei. Werte im Normbereich gab es so gut wie gar nicht. Nach der Veränderung meiner Einstellungen ließen sich die Kurven langsam wieder glätten. Tatsächlich hat sich mein Bedarf bisher nicht sehr stark verringert, wie das ja sonst oft der Fall ist, aber ein wenig insulinempfindlicher bin ich trotzdem geworden. Dadurch hatte ich häufiger mit Hypos zu kämpfen und diese kamen natürlich meist in den unpassendsten Momenten. Meist am Abend, direkt nach dem Abendessen. Also dann, wenn man bereits satt war und eigentlich so gar nichts mehr essen oder trinken wollte. Zum Glück wurden aber auch diese Hypos mit der Zeit etwas weniger und vor allem weniger doll ausgeprägt.

Typische Schwangerschaftssymptome?

Von anderen Schwangerschaftssymptomen wurde ich leider auch nicht ganz verschont. In den ersten Wochen war ich eindeutig mehr müde als sonst und vor allem habe ich viel mehr und schneller gefroren. Zweiteres ist für mich eigentlich ungewöhnlich, da mir sonst immer eher etwas sehr warm ist. Auch die berühmt berüchtigte Schwangerschaftsübelkeit hat mich ereilt, aber ich hatte das Glück, dass sie tagsüber nur ganz leicht vorhanden war. Durch sie hatte ich weniger Appetit als sonst, aber das ist ja nicht so tragisch. Nur am Abend wurde es immer recht unangenehm. Am schlimmsten wurde es nach dem Abendessen. Wenn dann noch eine Hypo dazukam, machte diese das ganze nicht wirklich besser und es fiel mir sehr schwer etwas gegen die Hypo zu unternehmen. Trinken und essen waren dann nämlich nicht das, was ich tun wollte. Aber da muss man halt durch und man weiß ja auch wofür man es macht. Zum Glück blieb es aber die ganze Zeit über nur bei Übelkeit und wurde nicht mehr.

„Und da schlägt das Herzchen.“

Am aufregendsten waren die zwei Termine bei meinem Gynäkologen. Den ersten Termin hatte ich zu Beginn der sechsten Schwangerschaftswoche. Bei diesem Termin wurde ein wenig Blut abgenommen und natürlich per Ultraschall geschaut, ob alles da ist wo es hingehört und ob wirklich eine Schwangerschaft vorhanden ist. Anscheinend liegt meine Gebärmutter so seltsam, dass mein Arzt einen Ultraschall über den Bauch machen musste. Dadurch konnte man aber nicht mehr als eine Fruchthöhle auf dem Ultraschall erkennen. Diese war aber sehr gut entwickelt und mein Gynäkologe war sehr zufrieden.


Beim zweite Termin, der in der 11. Schwangerschaftswoche stattfand, war auch alles tiptop in Ordnung. Der kleine Maikäfer ist ordentlich gewachsen, hat sich sehr gut entwickelt und man konnte das Herzchen schlagen sehen. Dieser Moment, in dem ich das kleine Herz auf dem Bildschirm schlagen sehen konnte, war unglaublich berührend.

Der Familie, unseren engsten Freunden und ein paar anderen besonderen Menschen haben wir tatsächlich schon recht früh von der Schwangerschaft erzählt, weil wir uns einfach zu sehr gefreut haben. Wie genau wir das gemacht haben verrate ich euch im nächsten Beitrag. Wenn ihr also neugierig seid, dann schaut nächste Woche doch einfach nochmal hier vorbei.

Erzählt mir gerne in den Kommentaren, wie es euch im ersten Trimester erging. Es würde mich sehr interessieren.

Habt noch einen schönen Tag!

Eure Toni

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt.

One thought on “Die ersten 12 Wochen der Schwangerschaft

  1. Hi Toni,

    das hört sich super spannend an – Glückwunsch schonmal zu den ersten 12 Wochen!

    Vor allem in der Schwangerschaft kann die diabetesgerechte Ernährung super herausfordernd sein – ich spreche da aus eigener Erfahrung 😉
    Wenn du/ ihr eine unkomplizierte Ernährungslösung interessant finden solltest: unter http://www.healivery.de lassen sich diabetesgerechte Snack- und Kochboxen ausprobieren

    LG, Lisa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.