Auf ins nächste Abenteuer

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Ich weiß nicht genau wie ich diesen Beitrag beginnen soll. Irgendwie ist das, was ich euch erzählen möchte nicht so leicht in Worte zu fassen, ohne das es eventuell falsch verstanden wird. Trotzdem probiere ich es mal.

In vier Wochen ziehe ich wieder in die Heimat. Ich freue mich sehr darüber, denn dann wohne ich endlich mit meiner besseren Hälfte komplett zusammen. Ein Leben zu zweit kann ich mir sehr gut vorstellen und ein wenig Erfahrungen konnten wir während der ganzen Semesterferien und im letzten Jahr für acht Monate sammeln. Daher bin ich mir sicher, dass eine tolle Zeit auf uns zukommt.

Viele Studenten werfen vor ihrem Wegzug ein Paar Schuhe über die Leinen in der Norderstraße.

„Was ist bloß los mit ihr?“

Und jetzt kommt’s… es gibt einiges das ich ein wenig vermissen werde. Vielleicht wundert ihr euch jetzt und denkt „Was ist bloß mit ihr los?“, aber es gibt da ein paar Dinge, die mir einfach fehlen werden. Ich liebe meinen Freund wirklich unbeschreiblich doll und ich freue mich sehr auf unser gemeinsames Leben. Versteht mich bitte echt nicht falsch. Nur gibt es auch einfach Dinge, die ich an meiner WG sehr mag. Da wären zum Beispiel diese Unterhaltungen, die oft total spontan am Abend entstehen und bei denen man 1-2 Stunden in der Küche steht und miteinander quatscht. Oder diese Momente, in denen ich einfach ins Zimmer nebenan gehen konnte und wusste, dass da jemand ist mit dem man ewig reden kann. Unsere gemeinsamen Filmabende, Kochsessions, usw. Und was ich auch sehr vermissen werde ist mein Zimmer. Jetzt haltet ihr mich wahrscheinlich für komplett verrückt, doch lasst es mich euch erklären.

„Probiere mal mit Gemütlichkeit …“

Reden kann ich natürlich auch mit meinem Freund, aber mit einer guten Freundin zu quatschen ist einfach anders. Man kann über ganz andere Dinge sprechen, die den Freund vielleicht eher nicht so interessieren oder die er nicht so gut versteht. Auch haben meine eine Mitbewohnerin und ich einen recht ähnlichen Geschmack was einige Filme und Serien angeht. Mit denen kann meine bessere Hälfte nicht ganz so viel anfangen. Klar guckt er manchmal auch welche davon mit mir, aber ich kann ihn ja nicht ständig damit „nerven“. Kochen tuen wir tatsächlich auch zusammen, jedoch ist unsere Küche recht klein und da ist das nicht so einfach. Das geht in unserer großen WG-Küche viel besser. Ich werde. also wohl eher die Küche vermissen und nicht das Kochen selbst (obwohl das auch immer sehr lustig war).

Mein kleines rosa Reich …

Und zu guter Letzt kommen wir jetzt zu meinem Zimmer. Unsere gemeinsame Wohnung finde ich wirklich schön. Ich darf mich auch ein wenig bei der Gestaltung austoben. Doch ist es irgendwie was anderes, wenn man ein Zimmer wirklich komplett für sich allein hat und damit machen kann, was man möchte. In meinem WG-Zimmer hängen meine liebsten Postkarten an der Wand, auf meiner Fensterbank stehen wunderschöne Kerzen, meine Bettwäsche ist Rosa, und auch sonst ist alles eher ein Bisschen mehr rosa, als mein Freund es mögen würde. Hier ein Bild, dort eine Light-Box… einfach ein Rückzugsort, an dem es gemütlich ist und an den ich mich zurückziehen kann, wenn ich etwas konzentriert für die Uni zu tun habe. Natürlich werde ich mir meinen Arbeitsbereich in Hamburg auch schön machen bzw. ist er das schon. Allerdings ist es kein eigener Raum, in den man sich so richtig zurückziehen kann, wenn man etwas Ruhe benötigt. Naja…vielleicht habe ich ja irgendwann wieder einen eigenen Raum, in dem ich mir ein gemütliches Arbeitszimmer einrichten kann. Wer weiß das schon. 😉

Ohne verrückte Freunde wäre das Leben langweilig!

Wenn du verrückte Freundinnen hast, dann hast du alles was du brauchst!

Autor Unbekannt

Das, was ich an Flensburg aber am meisten vermissen werde sind meine Mädels und das Meer. Wir sind in den letzten fünf Jahren unglaublich eng zusammengewachsen und halten es eigentlich nie wirklich lang ohne die anderen aus. Ich kann mit ihnen über eigentlich alles reden und weiß, dass immer mindestens eine von ihnen ein offenes Ohr hat. Wir haben alle Lehramt studiert und wenn mal eine von uns Hilfe bei einer Unterrichtsidee oder ähnlichem braucht, gibt es immer eine andere die helfen kann. Außerdem sind sie alle genauso verrückt wie ich und für fast jeden Spaß zu haben. Ich hoffe sehr, dass wir uns auch in Zukunft noch regelmäßig sehen werden (auch wenn das nicht mehr ganz so oft sein wird). Vielleicht schaffen wir es ja auch ab und an nach Flensburg zu fahren und das Meer zu besuchen. Toll wäre es auf jeden Fall.

Die Sonnenuntergänge am Hafen sind einfach schön.

Zuhause ist, wo die Familie ist…

Damit das hier alles aber nicht allzu traurig und nach ganz viel Gejammer klingt, kommen wir noch zu ganz viel Positiven Dingen, die der Umzug mit sich bringen wird und auf die ich mich sehr doll freue. Mein Freund und ich wohnen endlich zusammen. Wir sehen uns jeden Tag und müssen uns nicht dauernd schreiben, sondern wir können von Angesicht zu Angesicht miteinander reden, zusammen essen, Filme und Ferien schauen, spontan etwas unternehmen und noch ganz viel mehr.
Ich bin auch endlich wieder ganz in der Nähe meiner Familie und kann sie öfter und vor allem auch spontan sehen. Das war vorher ja nicht ganz so einfach… bei fast 200 km Entfernung.
Und natürlich sind da auch meine Freunde aus der Heimat. Die habe ich alle in den letzten Jahren vermisst und bin so froh, dass ich sie nun wieder viel öfter sehen kann.

Ich hoffe ihr denkt jetzt nicht zu schlecht über mich, weil ich meine Zeit und mein Zimmer in Flensburg vermissen werde. Es war halt einfach eine wunderschöne Zeit, die mir immer in positiver Erinnerung bleiben wird und die ich niemals vergessen möchte.

Jetzt geht es aber auf ins nächste Abenteuer und ich bin schon sehr gespannt darauf, was alles auf mich zukommen wird.

Kennt ihr so etwas auch? Erzählt mir gern eure Geschichten. Ich freue mich sehr darüber.

Eure Toni



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